Enemy mine

In der Schule hatte ich immer ein selbstgebackenes Pausenbrot mit Biosalat dabei. Meine Pullover waren selbstgestrickt und wenn wir Fleisch aßen, dann nur die eigenen ökologisch genährten Tiere. Mindestens die Hälfte meiner physischen Existenz verdanke ich der alternativen Landwirtschaft.

Aber wenn wir unseren Feinden begegenen, müssen wir über uns hinaus wachsen. Kürzlich habe ich mir Schneckenkorn gekauft. Hergestellt von der Firma Bayer.

7 Antworten auf Enemy mine

  1. Moritz Papa sagt:

    Es gibt eben Momente, da zwingt einen der Feind Grenzen zu überschreiten.

    (Oh Schreck, beim zweiten Durchlesen klingt das nach einer typischen Rechtfertigung von Geroge Walker. Egal ich hab auch Schneckenkorn ;-) )

  2. Syl (Gast) sagt:

    Entweder das, oder man isst loechrigen Salat. Wir haben uns fuer letzteres entschieden, aber lecker ist anders… Ein Freund von mir richtet jeden Morgen ein Massensterben an, wenn er die Schnecken per Hand abpickt auf einen Haufen wirft und dann zertrampelt. Ich sage mal, das ist nicht allein nur eine Frage der Aestethik.

  3. Na, dann brauchen wir ja nur auf das nächste Schneckenattentat zu warten. Eine verblendete Jungschnecke rast mit Tempo 270 (Zentimeter/h) ins Gartenhäuschen, wo die explosiven Unkrautvernichtungsmittel gelagert werden.

  4. Das ist die mittelalterliche Methode. Das ist für mache befriedigender den direkten Kontakt zum Feind zu suchen. Sozusagen eine echte Schlacht. Da spart man sich gleich auch die Teilnahme an der alljährlichen Original-Aufführung der Schlacht von Gettysburg.

  5. Köppnick sagt:

    Die Alternativen sind chinesische Laufenten. Aber da kommen andere Urängste zum Vorschein. Wer möchte schon Chinesen in seinem Vorgarten haben? Und dass dann die Löcher im Salat zwar nicht mehr von den Schnecken, aber von den Laufenten kommen, scheint mir gewiss. Denn auch die Enten werden auf die Gemüsebeilage zum Fleisch nicht verzichten wollen.

  6. croco (Gast) sagt:

    Ich liebe Tiere, nur mal als Grundsatz genannt. Aber wir haben verschiedene Lebensräume. Ich brauch meine Wohnung für mich alleine, und die Chilischoten auch. So, das habe ich den Ameisen und Schnecken mitgeteilt: hier meins, dort deins.
    Wenn sie diese Grenze überschreiten, muss ich Maßnahmen ergreifen, so leid es mir tut.

  7. Wenn man die Schnecken ebenso zubereiten könnte wie die Enten, würde ich sogar morgens aufstehen, um die Viecher von den Blättern zu sammeln. Aber so…

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