I
n meiner derzeitigen Wohngegend gibt es ziemlich viele alte Leute, die ganz wild auf unsere Kinder sind. Das ist auch grundsätzlich sehr schön. Aber gelegentlich klaffen Erinnerungswelt und Realität doch etwas auseinander. Das gipfelt dann meistens in dem Ausspruch: “Genießen Sie die Zeit, das geht so schnell vorbei”. Aus der Rückschau mag das richtig sein. Und ich will nicht ausschließen, dass ich jenseits meines siebzigsten Geburtstages ähnlich rede. Aber derzeit wäre ich ganz froh, wenn ich die Zeit ein bisschen nach vorne drehen könnte. Natürlich liebe ich meine Kinder. Nicht, dass hier jemand glaubt, ich wollte mich beschweren. Nein, Nein! Aber was ist gegen einen selbstständiges Kind einzuwenden, dass gegen 9:00 Uhr aufsteht, bei der Hausarbeit hilft und sich um 19:00 Uhr selbst in Bett bringt?

2 Antworten auf

  1. testsiegerin sagt:

    wenn sie so groß sind, dass sie das können, stehen sie nicht vor zwölf auf, vor dem geschirrspüler graust ihnen, der staubsauger ist ihr feind und ins bett bringen sie sich weit nach mitternacht.

    trotzdem.
    ich kann gut nachfühlen, wie es dir geht. und ich muss sagen, ich genieße meine fast siebzehnjährige und den achtzehnjährigen sehr. für mich war die zeit, wo sie einen körperlich ständig gebraucht haben, am mühsamsten. keine nacht durchschlafen. ein schlechtes gewissen, wenn man lieber im kaffeehaus frühstückt als mit der familie und so weiter und so fort.

  2. Mein Großer ist jetzt acht und derzeit hat ihn die große Langeweile gepackt. Keinen Bock auf Dieses, keinen Bock auf Jenes und alles andere ist eh totel langweilig. Da bekommt man schon mal einen leichten Vorgeschmack auf die Segnungen der Pubertät.

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